Ein Holzdocht hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Er brennt anders als ein Baumwolldocht, erzeugt eine breitere Flamme und kann leicht knistern. Gleichzeitig benötigt er regelmäßiges Kürzen und ein richtiges erstes Abbrennen.
Die meisten Probleme mit einem Holzdocht entstehen nicht durch einen Fehler der Kerze. Die häufigste Ursache ist ein zu langer Docht, ein mit Wachs übergossener Docht oder das Löschen der Kerze, bevor die Wachsoberfläche gleichmäßig schmelzen konnte.
Vor dem ersten Anzünden
Überprüfen Sie vor dem Anzünden der Kerze die Länge des Holzdochts.
Er sollte nur wenige Millimeter über die Wachsoberfläche hinausragen. Ein zu langer Docht kann verursachen:
- eine zu hohe Flamme,
- Rauchentwicklung,
- Rußablagerungen,
- ungleichmäßiges Abbrennen,
- schnelleren Kerzenverbrauch.
Ein Holzdocht wird am besten mit einem Trimmer gekürzt oder die verkohlte Spitze wird vorsichtig mit den Fingern abgebrochen, wenn die Kerze kalt ist.
Warum ist das erste Abbrennen so wichtig?
Beim ersten Abbrennen sollte das Wachs möglichst gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche schmelzen.
Wachs behält eine Art „Gedächtnis“ des vorherigen Abbrennens. Wird die Kerze nach nur wenigen Minuten gelöscht, kann sich eine schmale Vertiefung um den Docht bilden. Bei den nächsten Nutzungen schmilzt die Kerze das Wachs hauptsächlich an derselben Stelle.
Dieses Phänomen nennen wir Tunnelbildung.
Das erste Abbrennen sollte lange genug dauern, damit das flüssige Wachs nah an den Rand des Gefäßes heranreicht. Lassen Sie die Kerze dabei jedoch niemals unbeaufsichtigt und brennen Sie sie nicht länger, als der Hersteller empfiehlt.
Wie lange sollte eine Kerze brennen?
Die genaue Dauer hängt von der Kerzengröße, der Wachsart, dem Docht und dem Gefäßdurchmesser ab.
In der Regel benötigt eine Kerze ein bis mehrere Stunden, damit die Wachsoberfläche gleichmäßig schmilzt. Große Kerzen brauchen mehr Zeit als kleine.
Lassen Sie die Kerze jedoch nicht den ganzen Tag brennen. Zu langes Brennen kann das Gefäß übermäßig erhitzen, den Docht verlängern und eine instabile Flamme verursachen.
Am besten richten Sie sich nach den Angaben zum jeweiligen Produkt.
Wie zündet man einen Holzdocht an?
Ein Holzdocht kann etwas mehr Zeit benötigen als ein Baumwolldocht.
Halten Sie die Flamme an eine Kante des Dochts und lassen Sie sie einige Sekunden dort, damit das Holz gut Feuer fängt. Ein kurzes Berühren mit dem Feuerzeug reicht möglicherweise nicht aus.
Ein langes Feuerzeug ist hilfreich, besonders wenn sich der Wachsstand bereits tiefer im Gefäß befindet.
Warum erlischt ein Holzdocht?
Die häufigsten Ursachen sind:
- der Docht ist zu kurz,
- der Docht wurde mit Wachs übergossen,
- die verkohlte Spitze wurde nicht entfernt,
- die Kerze steht im Durchzug,
- Verunreinigungen gelangten in das geschmolzene Wachs.
Wenn der Docht erloschen ist, warten Sie, bis das Wachs leicht abgekühlt ist. Entfernen Sie überschüssiges flüssiges Wachs um den Docht mit einem Papiertuch und versuchen Sie dann, ihn erneut anzuzünden.
Gießen Sie das Wachs nicht in den Ausguss.
Sollte der Docht vor jedem Abbrennen gekürzt werden?
Ja. Entfernen Sie vor dem erneuten Anzünden den verkohlten, brüchigen Teil des Holzes.
Der Docht sollte kurz und gerade bleiben. Kürzen Sie ihn jedoch nicht zu stark. Liegt er fast auf Höhe des Wachses, kann er Schwierigkeiten beim erneuten Anzünden haben.
Kürzen Sie den Docht ausschließlich, wenn die Kerze kalt und das Wachs vollständig erstarrt ist.
Was tun, wenn die Flamme zu hoch ist?
Löschen Sie die Kerze und lassen Sie sie abkühlen. Kürzen Sie anschließend den Docht.
Versuchen Sie nicht, einen brennenden Docht zu kürzen oder Werkzeuge in heißes Wachs zu stecken.
Eine zu hohe, flackernde Flamme kann auch auf Durchzug hinweisen. Die Kerze sollte auf einer stabilen, hitzebeständigen Oberfläche stehen, fern von offenen Fenstern, Ventilatoren und Durchgangsbereichen.
Wie löscht man eine Kerze richtig?
Eine Kerze kann mit einem Löscher gelöscht werden. Das verringert Rauchentwicklung und verhindert das Verspritzen von Wachs.
Bewegen Sie das Gefäß nach dem Löschen nicht sofort – das Wachs ist flüssig und der Behälter kann heiß sein.
Warten Sie vor der nächsten Nutzung, bis die Kerze vollständig abgekühlt ist.
Regelmäßigkeit ist am wichtigsten
Ein Holzdocht ist nicht schwer zu handhaben, erfordert aber ein paar einfache Gewohnheiten:
- Kürzen vor jedem Abbrennen,
- ausreichend langes erstes Abbrennen,
- Vermeidung von Durchzug,
- die Kerze niemals unbeaufsichtigt lassen,
- Beenden des Brennens, wenn am Boden nur noch wenig Wachs übrig ist.
So brennt die Kerze ruhiger, gleichmäßiger und länger.
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